die Onleihe der Bibliotheken des Goethe-Instituts e.V.. Gegenspiel

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Inhalt:

In seinem Vorgängerroman erzählte Stephan Thome die Geschichte des Philosophie-Professors Hartmut, der, vom Auszug der Tochter und Weggang der Ehefrau Maria in eine Midlife-Crisis gestürzt, quer durch Europa reist, auf der Suche nach sich selbst. In "Gegenspiel" steht nun Hartmuts Ehefrau Maria im Mittelpunkt des Geschehens: Ende der siebziger Jahre aus Portugal nach Deutschland gekommen, taucht sie in das West-Berlin der Hausbesetzer ein, studiert, sucht nach einem selbstbestimmten Leben und endet doch als das, was sie nie werden wollte: Ehefrau und Mutter in der westdeutschen Provinz. Nach Jahren des Nichtstuns, der Volkshochschulkurse für gelangweilte Professoren-Gattinnen und des Hoffens auf eine Veränderung wird die Tochter schließlich flügge und verlässt das Elternhaus. Und Maria beschließt, ihr bisheriges Leben im beschaulichen Bonn über den Haufen zu werfen, in ihre Sehnsuchtsstadt Berlin zurückzukehren und endlich am Theater zu arbeiten. Die Ehe von Hartmut und Maria wird damit zur Wochenendbeziehung - und ihre Beziehung vor entscheidende Fragen gestellt.

Autor(en) Information:

Stephan Thome wurde 1972 in Biedenkopf/Hessen geboren. Er studierte in Marburg Philosophie, Religionswissenschaft und Sinologie in Berlin, Nanking, Taipeh und Tokio. Von 2005 bis 2011 arbeitete er in Taipeh als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Forschungseinrichtungen und veröffentlichte zahlreiche Aufsätze zur modernen Philosophie Chinas. Sein Roman Grenzgang stand auf der Shortlist zur Deutschen Buchpreis 2009 und gewann den aspekte-Literaturpreis für das beste Debüt des Jahres. Seit 2011 arbeitet Thome als freier Schriftsteller.