die Onleihe der Bibliotheken des Goethe-Instituts e.V.. Corpus delicti

Seitenbereiche:


Inhalt:

Deutschland in naher Zukunft: Es herrscht eine Gesundheitsdiktatur. Die junge Mia Holl muss vor Gericht erscheinen, sie hat die Sorge um ihren Körper sträflich vernachlässigt. So beginnt eine Verhandlung, die immer mehr zum Schauprozess ausartet. Juli Zeh entwirft ein Science-Fiction-Szenario und trifft damit den Nerv einer hochaktuellen Debatte um Freiheit, Sicherheit, Prävention und die Aufgaben des Staates. Ein scharfsinniges Gedankenspiel, verstörend wie Orwells '1984' - gelesen von Helene Gras.

Autor(en) Information:

Juli Zeh wurde 1974 in Bonn geboren und lebt in Leipzig. Sie schloss ihr Jurastudium 1998 mit dem besten Examen Sachsens ab und arbeitete anschließend bei der UNO in New York und in Krakau. Für ihr erzählerisches Debüt "Adler und Engel" (2001) wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Bücherpreis und dem Bremer Literaturpreis. Kritiker zählten das Buch zu "dem Schönsten und Wildesten, was in den letzten Jahren an deutscher Prosa erschienen ist" ("Weltwoche"). In weiteren Büchern hat sie sich intensiv mit den Gesellschaften Ostmitteleuropas auseinandergesetzt, so in der Reportage "Die Stille ist ein Geräusch" (2002) und zuletzt in dem von ihr herausgegebenen Sammelband "Ein Hund läuft durch die Republik. Geschichten aus Bosnien" (2004). Auch in "Spieltrieb", ihrem zweiten Roman, ist in der Beschreibung des polnischen Lehrers Smutek eine besondere Sensibilität für die schwierige deutsch-polnische Geschichte zu spüren. Juli Zeh übernahm neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit auch Lehraufträge, so war sie u.a. 2001-02 Tutorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und von 2005-07 Gastdozentin am deutschen Literaturinstitut in Leipzig.